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Solinger Morgenpost Freitag, 22.August 2003
Andy Rabbach (21) ist bei der Deutschen Moorhuhn-Meisterschaft am Wochenende in Leipzig dabei

Von Klo-, Auto- und Bienenhühnern

Von Leslie Brook

Ob er ein besonderes Verhältnis zu Hühnern hat? "Nee, die esse ich höchstens zu Weihnachten gerne", meint Andy Rabbach lachend. Daher rührt seine Leidenschaft für die Moorhühner als nicht. Trotzdem haben es ihm die braunen Flattermänner mit dem leicht irren Gesichtsausdruck angetan. So sehr sogar, dass er morgen bei der Deutschen Moorhuhn-Meisterschaft antritt. Derzeit ist er auf Platz zwei der Liste der besten Schützen in der XS-Version. In Leipzig muss er sich gegen seine beiden stärksten Konkurrenten Luciee und Cyrus behaupten. "Das sind echte Zocker, die den ganzen Tag vorm PC sitzen", erzählt der 21-Jährige. Ein Mal sind sich die Kontrahenten schon begegnet: bei einem Fantreffen in Bielefeld. 2001 hat sich eine richtige Moorhuhn-Community entwickelt. "Wir haben ein Forum in dem wir über alles reden." Liebe, Sport und natürlich Computer. Moorhühner verbinden über das Kikeriki hinaus.

Zufällig aufs Huhn gekommen
Zum Moorhuhn ist Andy zufällig gekommen: Beim Stöbern auf dem Rechner seines Bruders hat er das Symbol angeklickt und das neue Spiel gestartet. "Bis dahin kannte ich das gar nicht, aber es hat mir riesig viel Spaß gemacht." Zwei Stunden lang konnte der Abiturient nicht mehr mit dem Abschießen aufhören. Seit dem ist er in der Welt der Bienen-, Klo- und Autohühner gefangen. Diese lustigen Kreationen gilt es bei der aktuellen X-Version (die im Mai dieses Jahres als vierter Teil der Serie erschienen ist) abzuschießen. Aufgaben sind zum Beispiel, das Klohuhn aus dem Herzhäuschen zu befreien oder das Bienenhguhn abzuschießen, bevor das Summen zu laut wird. Im Schornstein, hinter Fenstern, am See und im Ofen tauchen Vögel auf. Es ist ein reaktionsschnelles Spiel, denn überall erscheinen die komischen Hühner in der Landschaft. "Man muss schnell zielen könnten und seine Augen überall haben", erzählt Andy. Bei entsprechend viel Übung gelangt man zum Erfolg. "Ich wollte von Anfang an bei einer Meisterschaft mitmachen, bisher konnte ich mich aber leider nicht qualifizieren." Bei den Wettbewerben der vergangenen Jahre musste man beim Online-Wettbewerb unter die besten 16 kommen, um zur Deutschen Meisterschaft eingeladen zu werden. Beim ersten Mal war er 70. von 1000. "Seitdem bin ich ruhiger geworden", findet der angehende Wirtschaftswissenschaftler. Als die dritte Ausgabe erschien, gab es einen kleinen Einbruch in seiner Spielaktivität. Es ging hauptsächlich um die Entwicklung von Strategien. "Ich bin aber kein Stratege, ich baller' lieber drauf."

AndySlater, so sein Spielname, hat es diesmal geschafft. Insgesamt zehn Spieler treten am Wochenende an. Die XXL-Version wird drei Mal gespielt. Nur die beiden besten kommen ins Finale. Sachpreise in Höhe von 4000 Euro gibt es zu gewinnen.
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